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 Betreff des Beitrags: Sammelthread: Rezensionen zu J. W. Goethes Werken
BeitragVerfasst: 20. Dez 2011, 21:42 
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Faust

Die Tragödie beginnt (nach einer Zueignung, einem Vorspiel und einem Prolog ;) ) mit dem Gelehrten Faust, der sich darüber grämt "dass wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen" (Faust I, 364 f.). In Form eines Pudels findet Mephistopheles, der Teufel, seinen Weg in Fausts Gelehrtenstube und schließt einen Pakt mit ihm. Gegenstand der Vereinbarung ist Gretchen - doch das Ganze wäre keine Tragödie, wenn sich nciht bald schon Verstrickungen und eine Katastrophe nach der anderen ergeben würden...

Bewertung

Liest man "Faust" zum ersten Mal, kann es sicherlich geschehen, dass man sich inmitten von Redensarten wiederfindet, die man irgendwo schonmal gehört hat. Tatsächlich ist es jedoch genau umgekehrt: Viele Textstellen sind in den ganz normalen Sprachgebrauch eingegangen und heute noch immer eine Selbstverständlichkeit.
Der eigentliche Reiz von "Faust" besteht jedoch in der Verbindung aus Handlung und Darstellung: Formal wirkt das Drama ein wenig, wie ein Buch voller Zaubersprüche, in dem sich Knittelverse und unterschiedliche Metren abwechseln - und das auch gerne einmal dicht aufeinanderfolgend und immer wieder. Über die Reime lässt sich sicherlich gelegentlich streiten, aber ich behaupte einmal, dass angesichts des Umfangs des Werkes ein paar weniger gut passende Reime tolerierbar sind. ;)
Die Geschichte des Dr. Faust fasziniert auch heute noch und die Umsetzung von Goethe lässt sie immer wieder lebendig werden. Die Konflikte der Figuren untereinander und in sich selbst, und sicherlich nicht zuletzt die "Gretchenfrage" haben nichts an Aktualität eingebüßt, so lange die Sage des seltsamen Gelehrten auch bestehen mag.
Besonders bestechend ist natürlich die Figur des Mephistopheles, der recht menschlich daher kommt und gerade dadurch einen gewissen Charme erhält.

Fazit: Ich höre lieber auf, bevor ich mich in irgendwelchen Ausführungen verliere. Auch, wenn manch einer sich durch das Etikett "Klassiker" abgeschreckt fühlen mag: Lesen lohnt sich und macht auch einfach nur Spaß.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sammelthread: Rezensionen zu J. W. Goethes Werken
BeitragVerfasst: 20. Dez 2011, 21:43 
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Die Leiden des jungen Werther

Werther ist ein junger Künstler, der Abstand sucht - doch er findet eine Liebe, die ihn letztlich das Leben kosten wird. Hin und her gerissen zwischen höchster Freude und tiefster Trauer berichtet er in Briefen seinem Freund und Vertrauten von den Dingen, die ihn im Inneren bewegen.

Bewertung

Von "Werther" wird sicherlich ebenfalls schon jeder gehört haben - und ich weiß, dass das der Briefroman schon alleine aufgrund seiner (v.A. nach heutigem Empfinden) ungewöhnlichen Form die Lager seiner Leser spaltet.
Das Thema Suizid, auf den das Werk bekanntermaßen letztlich hinaus läuft, macht das Buch jedoch immer wieder lesenswert. Allerdings sollte sich der Leser vom Erzähler kritisch distanzieren und nicht zu sehr mitreißen lassen - denn auch der sonst so begabte Werther hat seine Schwächen und seine beschränkte Sichtweise, die es ihm nicht erlaubt, über seinen Tellerrand zu blicken. Für ihn mag es aus seiner eigenen Perspektive zum Schluss keine Hoffnung und keinen Ausweg mehr geben; das bedeutet jedoch nicht, dass es von einem anderen Standpunkt aus gesehen ebenso scharz aussieht. Insbesondere unter diesem Gesichtspunkt lohnt der Roman sehr.

Ich mag das Buch sehr gerne, obwohl ich auch Leute kenne, denen z.B. das Manische auf den Senkel geht. ;) Zu welcher Kategorie von Lesern man selbst gehört, bleibt also ein spannendes Rätsel, das man nur durch eigene Lektüre lösen kann. ;)

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