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Moderator: Schattenelfe



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 Betreff des Beitrags: Happy End?!
BeitragVerfasst: 1. Mai 2011, 19:45 
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Ich gestehe, ich mag es auch mal ganz gerne, beim Lesen eines Buches ein trauriges, katastrophales oder gar kein "richtiges" Ende vorgesetzt zu bekommen - wenn es gut umgesetzt ist. ;)

Nun haben jedoch die meisten Bücher in irgendeiner Form ein Happy End, obwohl die Protagonisten oft einiges einstecken müssen. Letztlich gewinnt jedoch so gut wie immer der "übergeordnete Sinn", selbst wenn sich jemand dafür aufopfern muss (sprich: stirbt).

Bei Gedichten ist es nicht immer so; allerdings beschreiben diese ja auch oft eher eine Situation, eine Stimmung oder einen Gedankengang und erzählen nicht immer im herkömmlichen Sinne eine Geschichte.

Wie haltet ihr es beim Schreiben? Findet ihr Happy Ends realistisch oder müsst ihr manchmal einiges zurechtlegen und auch in wenig verbiegen, um eines hin zu bekommen? Oder lasst ihr eure naiv-idealistischen Leser auch gerne mal gegen eine Wand laufen und mit einem blauen Auge nach Hause gehen, weil das Leben nunmal kein Ponyhof ist und ihr es auch nicht als solchen darstellen wollt? Siegt bei derartigen Entscheidungen eventuell eure eigene, positive oder negative Sichtweise vom Leben an sich?

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Göthlicher als Goth
...und er dreht sich doch! :hmm:


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 Betreff des Beitrags: Re: Happy End?!
BeitragVerfasst: 30. Jul 2011, 23:45 
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Ich kann mich nicht entsinnen, jemals ein Happy End in eine Geschichte eingebaut zu haben.
Das Leben kennt keine fröhlichen Enden; es endet, aber ob fröhlich oder nicht, ist dem Leben völlig egal. Und die Lebewesen wie auch die literarischen Figuren in den Geschichten sind nur Spielbälle irgendeiner schicksalhaften Fügung.
Wenn es also mal ein Happy End geben sollte, dann ist das ein bemerkenswertes Einmal-Ereignis, finde ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Happy End?!
BeitragVerfasst: 1. Aug 2011, 12:41 
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Wenn ich auch meinen Senf dazugeben könnte - tja, wer will mich denn auch daran hindern, hehehe:

Happy End - dient in meinen Augen zur Beruhigung der Gemüter und führt dazu, dass das Vorangegangene gelöst wird und bedarf nicht mehr des Nachdenkens darüber. Manchmal will ich auch nur unterhalten werden, dann ist ein HE wirklich gut.

In den meinsten Fällen mag ich ein offenes Ende lieber, da es zum Nachdenken anregt.
Net woar?

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 Betreff des Beitrags: Re: Happy End?!
BeitragVerfasst: 2. Aug 2011, 01:06 
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Admina
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Ich würde sagen, für mich kommt es darauf an, was die Aussage des textes ist.
Außerdem ist ja auch nicht immer klar, wie ein Ende denn "happy" ist.
Beispiele gefällig?
Am Ende einer Geschichte stirbt ein alter und/oder schwar kranker Mensch. Das würde wohl niemand als "happy" bezeichnen - aber vielleicht ist es kann es ja für den Betreffenden - siehe z.B. Wie Salz auf der Zunge" von Simplicissima - eine Erleichterung, ein Heimkommen sein, und somit schließlich doch irgendwie positiv.

Oder es kann in einer Geschichte ja z.B. auch um ein Paar gehen, dass sich nicht trennt. Klingt zunächst positiv, kann ja aber auch zum Inhalt haben, dass das Paar aus Gewohnheit, aus Angst vor dem Alleinesein oder sonstigen Gründen nicht trennt und letztlich wohl nicht glücklich werden wird.
Ist das dann ein "Happy End"?

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

Ich glaube, in den meisten meiner Geschichten und Gedichten verarbeite ich schlechte
Gefühle oder will auf etwas hinweisen, deshalb enden die meisten wohl dann doch eher nicht gut.

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Zu den Steinen hat einer gesagt: 'Seid menschlich.'
Die Steine haben gesagt: 'Wir sind noch nicht hart genug.'
(Erich Fried)

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 Betreff des Beitrags: Re: Happy End?!
BeitragVerfasst: 3. Aug 2011, 23:01 
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@ Jona:

Jonanubis hat geschrieben:
Das Leben kennt keine fröhlichen Enden; es endet, aber ob fröhlich oder nicht, ist dem Leben völlig egal.

Dem stimme ich auf das reale Leben bezogen zu. :) Aaaber... :

Jonanubis hat geschrieben:
Und die Lebewesen wie auch die literarischen Figuren in den Geschichten sind nur Spielbälle irgendeiner schicksalhaften Fügung.

Bei den literarischen Figuren sehe ich das ein bisschen anders: Immerhin sind diese in erster Linie der Willkür des Autors ausgeliefert. So gesehen ist dies eine ganz besondere Art von "Schicksal". Aber innerhalb von Geschichten und Gedichten kommt es natürlich darauf an, wie die inhaltlichen Konstellationen sind. :)

Jonanubis hat geschrieben:
Wenn es also mal ein Happy End geben sollte, dann ist das ein bemerkenswertes Einmal-Ereignis, finde ich.

Da bin ich ja mal gespannt, ob wir so ein "richtiges Happy-End" erleben werden... :mrgreen:


@ Lupo:

Zitat:
Wenn ich auch meinen Senf dazugeben könnte

:floet: Dafür ist der Thread ja da... :D

Lupo Light hat geschrieben:
Happy End - dient in meinen Augen zur Beruhigung der Gemüter und führt dazu, dass Manchmal will ich auch nur unterhalten werden, dann ist ein HE wirklich gut.

Verstehe ich das richtig, dass ein Happy-End für dich damit auch ein bisschen etwas "Hirnloses" hat? (Ich will da nicht unbedingt widersprechen... nur zum Verständnis. ;))

Ich denke, dass man nicht einmal innerhalb des Mini-Univerusums, das man mit jedem Text erschafft, wirklich alles zum Ende bringen kann: Irgendwelche Fragen bleiben immer offen. Jedenfalls, wenn jemand die Fragen stellt - ob das die Charas, der Autor oder der Leser tun, ist dabei mMn egal.


@ Abraxa:

Abraxa hat geschrieben:
Ich würde sagen, für mich kommt es darauf an, was die Aussage des textes ist.
Außerdem ist ja auch nicht immer klar, wie ein Ende denn "happy" ist.

Dem stimme ich absolut zu; hier war "Happy End" allerdings kontextabängig gemeint, also ein "passendes" glückliches Ende. :)

Abraxa hat geschrieben:
Ich glaube, in den meisten meiner Geschichten und Gedichten verarbeite ich schlechte
Gefühle oder will auf etwas hinweisen, deshalb enden die meisten wohl dann doch eher nicht gut.

Na, solange zB die Gefühle dann für dich gut enden... ;)

Wobei ich es eigentlich erstaunlich finde (das ist ja nicht nur bei dir so): Warum führt man sich nicht gerade in solchen Situationen Auswege, glückliche Ausgänge, Hoffnungen vor Augen, anstatt erst recht den Teufel an die Wand zu malen? Einerseits ist das Negative dann erst einmal aus einem heraus und man kann das Schreiben als Ventil benutzen; andererseits wird es dadurch, dass es aufgeschrieben ist, aber auch gewissermaßen zur beschlossenen Sache.

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